(19.01.12/dom)
Mariela Castro, die Tochter des amtierenden kubanischen
Staatspräsidenten Raúl Castro, macht weiter Druck und kämpft für
ein Partnerschaftsgesetz für gleichgeschlechtliche Paare.
Noch in diesem Jahr soll die Debatte darüber im kubanischen
Parlament gestartet werden, erklärte Mariela Castro, welche
ihres Zeichens nicht nur die Tochter des Staatspräsidenten ist,
sondern auch eine Sexualwissenschaftlerin, welche sich mit
Vehemenz für die Rechte der Schwulen, Lesben und Transgender in
Kuba einsetzt. Auf der staatlichen Internetseite „Cuba Si“
erklärt sie zudem, dass sie davon ausgehe, dass die
kommunistische Partei bereits am 28. Januar darüber befinden
könnte, und einen Gleichgehandlungsartikel verabschieden würde.
Mit diesem Schritt wäre dann auch der Weg frei um im Parlament
eine Enscheidung zu erreichen, erklärte Castro weiter.
Gleichzeitig betont Mariela Castro aber auch, dass es dabei um
ein Partnerschaftsgesetz gehe, welches für gleichgeschlechtliche
Paare gelte, und nicht um die Öffnung der Ehe für
schwullesbische Paare.
Mariela Castro ist seit Jahren eine Fürsprecherin für die
Anliegen der Schwulen und Lesben auf der kommunistisch regierten
Insel. So führt sie das Institut für Sexualerziehung (Cenesex)
in Havanna und meldet sich auch immer wieder bei politischen
Debatten zu Wort. Während Schwule und Lesben in den 1960 und
1970er Jahren noch in Umerziehungslager geschickt wurden, so hat
sich das Klima in den vergangenen Jahren merklich verbessert.
Nicht zuletzt auch seit Raúl Castro das Amt von seinem Bruder
Fidel übernommen hat, ist Kuba auch offener für Reformen
geworden.
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